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Aus den Steinbrüchen der Welt in Deutschland gefertigt
Kleine FirmengeschichteThomas Eichhorn und Jörg Walter sind die Enkel der Firmengründer, die 1938 gemeinsam den Schritt in die Selbstständigkeit wagten. Im April 1938 gründeten sie das Granit- und Syenitwerk Eichhorn & Walter mit Sitz in Gadernheim und bewältigten gemeinsam die schwere Aufbauarbeit mit zunächst noch primitiven technischen Hilfsmitteln. Die ersten Rohblöcke, die verarbeitet wurden, stammten vom Eckberg in Gadernheim, wo Philipp Eichhorns Vater einen kleinen Steinbruch betrieb. 1939 zogen Philipp Eichhorn, Peter Walter und ihre Mannschaft von der Gadernheimer Roßmannsmühle an den heutigen Standort am unteren Ortseingang in das bisherige Granitwerk der Firma Berlejung um, die man samt Mitarbeiter übernahm. Den Aufschwung bremste abrupt der zweite Weltkrieg. Die Firmengründer wurden beide eingezogen und kamen erst 1946 bzw. 1948 aus dem Krieg zurück. Teilweise aus Trümmersteinen errichteten die beiden Familien ihre Wohnhäuser (heute Betriebsräume) und betrieben bis in die 1960er-Jahre Steinbrüche in der Region. In den 1960er-Jahren beschäftigte die Firma bis zu 80 Mitarbeiter. Die Produktionsstätten wurden laufend erweitert. Stück um Stück wurden eine Sägerei angebaut, dann Räume für Fräsen und die Steinhauerei, später ein Querbau für die Schleifautomaten. 1969 wurde die Produktion unter dem Dach einer neu errichteten Halle vereinigt. Der Konkurrenzkampf, der zur Einsparung von Kosten zwang und der technische Fortschritt bewirkten einen allmählichen Rückgang der Beschäftigungszahl. 1977 übergaben die Firmengründer den Betrieb an ihre Söhne Dieter Eichhorn und Hans Walter.
Engagierte AusbilderMit Thomas Eichhorn und Hans-Georg Walter ist die dritte Generation am Ruder des Familienschiffs. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 30 Mitarbeiter, unter ihnen stets zwei oder drei Lehrlinge. Seit dem zweiten Weltkrieg hat es rund 100 Lehrlinge ausgebildet. Hergestellt werden hauptsächlich Grabsteine, Grabeinfassungen und Grabplatten. Heute wird fast ausschließlich importierter Stein verarbeitet, vorzugsweise Sorten aus Skandinavien, der Schweiz, Spanien und Italien, aber auch aus Südafrika, Indien und Brasilien. Der Anteil der importierten Fertigsteine liegt bei 5 %. |